Hat die Cheops-Pyramide wirklich acht Seiten? Ägyptologin Roxane Bicker klärt auf

In dieser Folge spricht Sebastian Bartoschek mit der Ägyptologin Roxane Bicker über die Faszination des Alten Ägypten – und über die Frage, ob die Cheops-Pyramide wirklich acht Seiten hat. Spoiler: Nein, jedenfalls nicht so, wie es in manchen Internet- und Präastronautik-Ecken gerne behauptet wird.

Roxane Bicker leitet hauptberuflich die Kulturvermittlung im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München, schreibt historische Phantastik und spricht gemeinsam mit Nora Heil im Podcast „Mummies & Magic“ über Altägypten in der Popkultur. Im Gespräch geht es um Pyramiden, Jenseitsvorstellungen, Pharaonen, ägyptische Götter, Kleopatra, die alten Ägypter als angebliche „Alien-Baumeister“, Erich von Däniken, Stargate, Museumsarbeit, Popkultur – und darum, warum das Alte Ägypten auch ohne Atlantis und Außerirdische spannend genug ist.

Außerdem erklärt Roxane, warum die berühmten Fotos von der angeblich achtseitigen Cheops-Pyramide täuschen können, was zerstörte Verkleidungssteine damit zu tun haben und warum es wichtig ist, den Menschen der Vergangenheit nicht ihre Fähigkeiten abzusprechen.

Links zur Folge:

Roxane Bicker

Podcast „Mummies & Magic – Altägypten in der Popkultur“

Mummies & Magic auf YouTube

Roxanes Buch „Die Herren des Schakals“

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München

Franck Monnier: „The so-called concave faces of the Great Pyramid: Facts and cognitive bias“

Kack- und Sachgeschichten: „Stargate & Präastronautik“ mit Mummies & Magic

Aliens, Atlantis oder Menschen: Wie die Pyramiden wirklich gebaut wurden

Aliens, Atlantis oder eine vergessene Hochzivilisation sollen laut vielen Dokus die Große Pyramide gebaut haben. In diesem Video gehe ich die bekanntesten Argumente durch – von angeblich unmöglicher Präzision über Bauzeit und Rampen bis zum Transport der Steine – und zeige, was die wissenschaftliche Archäologie und Ingenieurforschung dazu sagt: ohne Mystik, aber mit Zahlen, Logik und belegbaren Methoden.

Wir schauen uns an, warum „Kupfer ist zu weich“ oft ein Strohmann ist, wie Abrasive wie Quarzsand in der Praxis wirken, und warum „zu viele Steine“ erst dann nach Unmöglichkeit klingt, wenn man Arbeitsteilung ausblendet. Außerdem klären wir, weshalb die Forschung nicht auf eine einzige perfekte Rampenform festgelegt ist, sondern eher von phasenabhängigen Lösungen ausgeht – und warum das kein Zeichen von Ratlosigkeit, sondern von wissenschaftlicher Redlichkeit ist. Am Ende bleibt das Staunen über die Pyramide nicht kleiner, sondern größer: nicht wegen Außerirdischen, sondern weil Menschen mit Organisation, Erfahrung und Zeit Dinge schaffen können, die unser Bauchgefühl unterschätzt.