Aliens, Atlantis oder Menschen: Wie die Pyramiden wirklich gebaut wurden

Aliens, Atlantis oder eine vergessene Hochzivilisation sollen laut vielen Dokus die Große Pyramide gebaut haben. In diesem Video gehe ich die bekanntesten Argumente durch – von angeblich unmöglicher Präzision über Bauzeit und Rampen bis zum Transport der Steine – und zeige, was die wissenschaftliche Archäologie und Ingenieurforschung dazu sagt: ohne Mystik, aber mit Zahlen, Logik und belegbaren Methoden.

Wir schauen uns an, warum „Kupfer ist zu weich“ oft ein Strohmann ist, wie Abrasive wie Quarzsand in der Praxis wirken, und warum „zu viele Steine“ erst dann nach Unmöglichkeit klingt, wenn man Arbeitsteilung ausblendet. Außerdem klären wir, weshalb die Forschung nicht auf eine einzige perfekte Rampenform festgelegt ist, sondern eher von phasenabhängigen Lösungen ausgeht – und warum das kein Zeichen von Ratlosigkeit, sondern von wissenschaftlicher Redlichkeit ist. Am Ende bleibt das Staunen über die Pyramide nicht kleiner, sondern größer: nicht wegen Außerirdischen, sondern weil Menschen mit Organisation, Erfahrung und Zeit Dinge schaffen können, die unser Bauchgefühl unterschätzt.

BBB 3 – Kohelet und Hiob


Zwei Weisheitsbücher, zwei verschiedene Arten, die Welt nicht schönzureden: Kohelet zieht Bilanz („alles Windhauch“) und beschreibt, wie wenig zuverlässig Leistung, Moral und Weisheit belohnt werden. Hiob ist das Drama: ein Gerechter verliert alles, Freunde liefern Erklärungen, Hiob weigert sich, Leid wegzureden, und fordert Gott heraus. Zentral ist die Gottesrede („Wo warst du, als ich die Erde gründete?“): keine Erklärung, aber eine Zumutung an jede einfache Rechnung von Schuld und Strafe. Zum Schluss der kulturelle Nachhall bis zu Goethes Faust (Vorspiel im Himmel) sowie ein Blick auf Engel- und Satanbild im Alten Testament im Vergleich zum Neuen.

Barto blickt Bibel (BBB) 2 – Die Psalmen


Das Psalmenbuch ist kein Roman, sondern eine Sammlung von 150 Gebrauchs-Texten: Klage, Dank, Lob, Weisheit, Königspsalmen – und auch harte Rachepsalmen. In der Folge geht es darum, warum Psalmen eher Sprache für Zustände liefern als Lösungen: Angst, Wut, Hoffnung, Müdigkeit, Trotz. Dazu der historische Rahmen (Monarchie, Exil, Tempelverlust) und warum gerade das Exil viele Töne im Psalter schärft. Am Ende zwei Vergleiche: Klagepsalmen neben Hiob (liturgische Form vs. literarisches Streitgespräch) und Rachepsalmen neben mittelalterlichen Schadens- und Schutzritualen (Kontrolle durch Magie vs. Gewalt sprachlich an Gott delegieren).

Barto blickt Bibel (BBB) 1 – Die Apostelgeschichte


Diese Folge startet die Miniserie „Barto blickt Bibel“. Ich schaue mir Bibelbücher an, die mir trotz jahrzehntelangem Interesse gefehlt haben – diesmal: die Apostelgeschichte.

Wir gehen den Weg von Jerusalem nach Rom: Pfingsten, frühe Gemeinde, Konflikte, Verfolgung, Stephanus, Saulus wird Paulus, Heidenchristen, Apostelkonzil und Paulus’ Reisen bis zum offenen Ende in Rom. Danach der nüchterne Blick: Was ist historisch gut belegbar, wo ist literarische Gestaltung wahrscheinlich, und warum wirkt Paulus–Petrus harmonischer als es in den Paulusbriefen klingt.

Nat Gray: Cancel Culture, Transgender und der rechte Backlash

Screenshot

In dieser besonderen Bartocast-Folge spreche ich mit Nat (Natasha) Gray, Sängerin von The Iron Roses und früher von Boysetsfire. Wir reden über persönliche Brüche und Entwicklungen der letzten zehn Jahre: Coming-out als trans Frau, Nüchternheit, Therapie und Selbstakzeptanz. Von dort aus weitet sich das Gespräch auf gesellschaftliche Fragen: den Aufstieg autoritärer rechter Bewegungen, Angst als politisches Instrument, Hass gegen trans Personen, den Mythos „Cancel Culture“ und Veränderungen in der Hardcore-Szene. Ein offenes, teilweise hartes Gespräch über Verantwortung, Privilegien, Solidarität – und darüber, wann Dialog sinnvoll ist und wann nicht mehr.

English description

In this special episode of Bartocast, I talk with Nat (Natasha) Gray, singer of The Iron Roses and formerly of Boysetsfire. We discuss personal turning points and developments over the last ten years: coming out as a trans woman, sobriety, therapy, and self-acceptance. From there, the conversation expands to broader social issues: the rise of authoritarian right-wing movements, fear as a political tool, hatred against trans people, the myth of “cancel culture,” and changes within the hardcore scene. An open and sometimes hard conversation about responsibility, privilege, solidarity — and about when dialogue is necessary and when it has to end.