Stonehenge, Hippies und der Moment, in dem ich Katja verloren habe

Vier Tage Südengland. Stonehenge. Woodhenge. Avebury. Glastonbury. Salisbury. Die Magna Carta. Und zwischendurch immer wieder die Erkenntnis, dass man in England erstaunlich oft falsch abbiegen kann.

Es geht um Hippies, Wohnwagen, Patchouli, Druiden, nackte Menschen in einer Quelle, Kornkreise, den Heiligen Gral, englisches Frühstück, einen verschwundenen Autoschlüssel, verschwundene Laktasetabletten und darum, warum Katja bei der Orientierung leider erschreckend oft recht hat.

Wir laufen über uralte Kultplätze, stehen vor einer der vier erhaltenen Originalfassungen der Magna Carta, geraten in die wahrscheinlich esoterischste Kleinstadt Großbritanniens, diskutieren über Archäologie, Mythologie und Verschwörungserzählungen und treffen unterwegs auf alles Mögliche – nur selten auf das, womit wir eigentlich gerechnet haben. Irgendwo dazwischen verliere ich auf einem Feld fast die Nerven, weil ich überzeugt bin, meine Frau verloren zu haben.

Außerdem erfahrt ihr, warum ich Stonehenge unbedingt auch noch bei Sonnenuntergang sehen wollte, weshalb Glastonbury wirklich so schräg ist, wie alle behaupten, warum ich britisches Frühstück bis heute verteidige und wieso man manchmal einfach akzeptieren muss, dass die eigene Frau den besseren Orientierungssinn hat.

Ach ja – und falls ihr selbst mal hinfahrt, sind unterwegs auch ein paar ganz praktische Tipps dabei: wo sich Tickets lohnen, wo nicht, welche Orte man auf keinen Fall auslassen sollte und an welchen Stellen Google Maps erstaunlich kreativ wird.

Hat die Cheops-Pyramide wirklich acht Seiten? Ägyptologin Roxane Bicker klärt auf

In dieser Folge spricht Sebastian Bartoschek mit der Ägyptologin Roxane Bicker über die Faszination des Alten Ägypten – und über die Frage, ob die Cheops-Pyramide wirklich acht Seiten hat. Spoiler: Nein, jedenfalls nicht so, wie es in manchen Internet- und Präastronautik-Ecken gerne behauptet wird.

Roxane Bicker leitet hauptberuflich die Kulturvermittlung im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München, schreibt historische Phantastik und spricht gemeinsam mit Nora Heil im Podcast „Mummies & Magic“ über Altägypten in der Popkultur. Im Gespräch geht es um Pyramiden, Jenseitsvorstellungen, Pharaonen, ägyptische Götter, Kleopatra, die alten Ägypter als angebliche „Alien-Baumeister“, Erich von Däniken, Stargate, Museumsarbeit, Popkultur – und darum, warum das Alte Ägypten auch ohne Atlantis und Außerirdische spannend genug ist.

Außerdem erklärt Roxane, warum die berühmten Fotos von der angeblich achtseitigen Cheops-Pyramide täuschen können, was zerstörte Verkleidungssteine damit zu tun haben und warum es wichtig ist, den Menschen der Vergangenheit nicht ihre Fähigkeiten abzusprechen.

Links zur Folge:

Roxane Bicker

Podcast „Mummies & Magic – Altägypten in der Popkultur“

Mummies & Magic auf YouTube

Roxanes Buch „Die Herren des Schakals“

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München

Franck Monnier: „The so-called concave faces of the Great Pyramid: Facts and cognitive bias“

Kack- und Sachgeschichten: „Stargate & Präastronautik“ mit Mummies & Magic

Vom Kriegspferd zum Pferdemädchen: Die Geschichte der Pferde

Warum Pferde keine Maschinen sind, weshalb Reiten militärische Wurzeln hat und was ein berühmtes rechnendes Pferd über Wissenschaft verrät.

Sebastian Bartoschek hat wenig Pferdeerfahrung: Pferdesauerbraten, ein unangenehmer Pony-Ausritt und viele Klischees. Eva-Maria Flick von EQUIconfide hat dafür umso mehr zu erzählen. In dieser Folge geht es um Pferde, Pferdemythen und die Frage, warum ein Tier, das jahrtausendelang Transportmittel, Arbeitskraft und Kriegsgerät gewesen ist, heute im Alltag oft als Thema von Mädchen und Frauen gilt.

Eva erklärt, wie stark Reitsportarten wie Dressur, Springreiten, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren historisch mit dem Militär verbunden sind. Außerdem geht es um Domestikation und Zähmung, um Pferde in Amerika, Przewalski-Pferde, Mustangs, Hufe, Bodenarbeit, Gelassenheitstraining und die Frage, ob Pferde eigentlich klug sind.

Besonders spannend wird es beim klugen Hans: einem Pferd, das scheinbar rechnen konnte, tatsächlich aber feinste menschliche Signale las. Ein klassisches Beispiel für den Versuchsleitereffekt – und ein guter Hinweis darauf, dass Pferde vielleicht nicht so denken wie Menschen, aber keineswegs dumm sind.

Julina Hees über Deutschpop, Social Media und den Mut zur eigenen Musik

Julina Hees macht Deutschpop, schreibt eigene Songs und veröffentlicht unabhängig. Mit Sebastian spricht sie über erste Lieder am Klavier, kleine Konzerte, Producing, Social Media und den Druck, sichtbar zu bleiben. Es geht um Algorithmen, Hate im Netz, queere Sichtbarkeit und die Frage, wie man Musik macht, ohne sich selbst im Streben nach Reichweite zu verlieren.

https://www.showcase.nrw/musik/julina

https://www.instagram.com/julinasmusik/

https://www.tiktok.com/@julinasmusik 

https://open.spotify.com/intl-de/artist/021wZXS9YdLIWPZ6ngyhzb

Und hier findet ihr es als Video.

Polens Kampf gegen PiS: Was Deutschland daraus lernen kann – mit Martin Adam

Polen war acht Jahre lang ein europäisches Labor des Rechtspopulismus. Martin Adam hat als ARD-Korrespondent in Warszawa miterlebt, wie die PiS-Partei Medien, Justiz und politische Kultur umbaute – und wie Donald Tusk mit einer breiten Anti-PiS-Koalition an die Macht zurückkehrte. In dieser Folge geht es um katholischen Nationalismus, Sozialpolitik, Propaganda, Smolensk, Grenzkontrollen, die Rolle der EU und den hohen Preis, den eine Demokratie zahlt, wenn Populisten erst einmal regieren. Eine Folge über Polen, aber auch über Deutschland.