Carola-Brücke, Kreuzreliquien und Schalke-Rasen – warum Objekte für Menschen heilig werden (mit Ali Hackalife)


Ein Stück eingestürzte Brücke auf dem Tisch – und plötzlich geht es um weit mehr als Beton. Ali bringt ein zertifiziertes Fragment der Dresdner Carola-Brücke mit, Sebastian denkt laut über Materialermüdung, ostdeutsche Infrastruktur und die seltsame Faszination nach, die von echten Überresten ausgeht. Von dort führt das Gespräch zu Kreuzreliquien, dem Grabtuch von Turin, Stonehenge, Fußballrasen mit Reliquiencharakter und der Frage, warum Menschen Dingen Bedeutung verleihen, die objektiv oft nur Schutt, Holz oder Gras sind. Eine Folge über Glauben, Identität, Gruppengefühl, Symbole und darüber, warum manche Menschen in Ritualen aufgehen, während andere immer Beobachter bleiben.

Nat Gray: Cancel Culture, Transgender und der rechte Backlash

Screenshot

In dieser besonderen Bartocast-Folge spreche ich mit Nat (Natasha) Gray, Sängerin von The Iron Roses und früher von Boysetsfire. Wir reden über persönliche Brüche und Entwicklungen der letzten zehn Jahre: Coming-out als trans Frau, Nüchternheit, Therapie und Selbstakzeptanz. Von dort aus weitet sich das Gespräch auf gesellschaftliche Fragen: den Aufstieg autoritärer rechter Bewegungen, Angst als politisches Instrument, Hass gegen trans Personen, den Mythos „Cancel Culture“ und Veränderungen in der Hardcore-Szene. Ein offenes, teilweise hartes Gespräch über Verantwortung, Privilegien, Solidarität – und darüber, wann Dialog sinnvoll ist und wann nicht mehr.

English description

In this special episode of Bartocast, I talk with Nat (Natasha) Gray, singer of The Iron Roses and formerly of Boysetsfire. We discuss personal turning points and developments over the last ten years: coming out as a trans woman, sobriety, therapy, and self-acceptance. From there, the conversation expands to broader social issues: the rise of authoritarian right-wing movements, fear as a political tool, hatred against trans people, the myth of “cancel culture,” and changes within the hardcore scene. An open and sometimes hard conversation about responsibility, privilege, solidarity — and about when dialogue is necessary and when it has to end.