What’s in the Box 4 – Stonehenge, Kreide und die Macht der Orte

Ein Stück Kreide. Gefunden bei Stonehenge. Eigentlich kein besonders spektakulärer Gegenstand – bis man sich fragt, warum genau dieses Stück Kreide plötzlich etwas bedeutet.

In der vierten Ausgabe von „What’s in the Box“ führt der Weg von einem prähistorischen Cursus bei Stonehenge über Woodhenge, Pömmelte und die Pyramiden zu der Frage, wie Monumente auf Menschen gewirkt haben müssen, als sie neu waren. Sebastian und Ali sprechen darüber, weshalb bestimmte Orte uns anziehen, obwohl wir ziemlich genau wissen, dass sie verändert, rekonstruiert und mit modernen Bedeutungen überlagert wurden.

Von dort geht es weiter zu Hippies, Esoterik, religiöser Ernsthaftigkeit, Synkretismus, Aberglauben und der Frage, wann ein Ritual eigentlich zur Tradition wird. Und irgendwann landet das Gespräch sogar bei Weihnachtsreden, Podcasts und Menschen, die Dinge übernehmen, ohne dass diejenigen, die sie begonnen haben, es überhaupt bemerken.

Dazwischen gibt es wie gewohnt einige Umwege – unter anderem durch Politik, Bibel, Magna Carta, Kölner Dom und die Frage, ob Menschen vor 5000 Jahren vielleicht einfach Spaß daran hatten, sehr große Steine aufzustellen.

Am Ende schließt sich dann tatsächlich der Kreis.

Stonehenge, Hippies und der Moment, in dem ich Katja verloren habe

Vier Tage Südengland. Stonehenge. Woodhenge. Avebury. Glastonbury. Salisbury. Die Magna Carta. Und zwischendurch immer wieder die Erkenntnis, dass man in England erstaunlich oft falsch abbiegen kann.

Es geht um Hippies, Wohnwagen, Patchouli, Druiden, nackte Menschen in einer Quelle, Kornkreise, den Heiligen Gral, englisches Frühstück, einen verschwundenen Autoschlüssel, verschwundene Laktasetabletten und darum, warum Katja bei der Orientierung leider erschreckend oft recht hat.

Wir laufen über uralte Kultplätze, stehen vor einer der vier erhaltenen Originalfassungen der Magna Carta, geraten in die wahrscheinlich esoterischste Kleinstadt Großbritanniens, diskutieren über Archäologie, Mythologie und Verschwörungserzählungen und treffen unterwegs auf alles Mögliche – nur selten auf das, womit wir eigentlich gerechnet haben. Irgendwo dazwischen verliere ich auf einem Feld fast die Nerven, weil ich überzeugt bin, meine Frau verloren zu haben.

Außerdem erfahrt ihr, warum ich Stonehenge unbedingt auch noch bei Sonnenuntergang sehen wollte, weshalb Glastonbury wirklich so schräg ist, wie alle behaupten, warum ich britisches Frühstück bis heute verteidige und wieso man manchmal einfach akzeptieren muss, dass die eigene Frau den besseren Orientierungssinn hat.

Ach ja – und falls ihr selbst mal hinfahrt, sind unterwegs auch ein paar ganz praktische Tipps dabei: wo sich Tickets lohnen, wo nicht, welche Orte man auf keinen Fall auslassen sollte und an welchen Stellen Google Maps erstaunlich kreativ wird.

Carola-Brücke, Kreuzreliquien und Schalke-Rasen – warum Objekte für Menschen heilig werden (mit Ali Hackalife)


Ein Stück eingestürzte Brücke auf dem Tisch – und plötzlich geht es um weit mehr als Beton. Ali bringt ein zertifiziertes Fragment der Dresdner Carola-Brücke mit, Sebastian denkt laut über Materialermüdung, ostdeutsche Infrastruktur und die seltsame Faszination nach, die von echten Überresten ausgeht. Von dort führt das Gespräch zu Kreuzreliquien, dem Grabtuch von Turin, Stonehenge, Fußballrasen mit Reliquiencharakter und der Frage, warum Menschen Dingen Bedeutung verleihen, die objektiv oft nur Schutt, Holz oder Gras sind. Eine Folge über Glauben, Identität, Gruppengefühl, Symbole und darüber, warum manche Menschen in Ritualen aufgehen, während andere immer Beobachter bleiben.