What’s in the Box 4 – Stonehenge, Kreide und die Macht der Orte

Ein Stück Kreide. Gefunden bei Stonehenge. Eigentlich kein besonders spektakulärer Gegenstand – bis man sich fragt, warum genau dieses Stück Kreide plötzlich etwas bedeutet.

In der vierten Ausgabe von „What’s in the Box“ führt der Weg von einem prähistorischen Cursus bei Stonehenge über Woodhenge, Pömmelte und die Pyramiden zu der Frage, wie Monumente auf Menschen gewirkt haben müssen, als sie neu waren. Sebastian und Ali sprechen darüber, weshalb bestimmte Orte uns anziehen, obwohl wir ziemlich genau wissen, dass sie verändert, rekonstruiert und mit modernen Bedeutungen überlagert wurden.

Von dort geht es weiter zu Hippies, Esoterik, religiöser Ernsthaftigkeit, Synkretismus, Aberglauben und der Frage, wann ein Ritual eigentlich zur Tradition wird. Und irgendwann landet das Gespräch sogar bei Weihnachtsreden, Podcasts und Menschen, die Dinge übernehmen, ohne dass diejenigen, die sie begonnen haben, es überhaupt bemerken.

Dazwischen gibt es wie gewohnt einige Umwege – unter anderem durch Politik, Bibel, Magna Carta, Kölner Dom und die Frage, ob Menschen vor 5000 Jahren vielleicht einfach Spaß daran hatten, sehr große Steine aufzustellen.

Am Ende schließt sich dann tatsächlich der Kreis.

Pferde, Placebos und Pseudomedizin: Warum Schwurbel so überzeugend wirkt

Warum es beim Pferd manchmal schwer ist, Schmerzen überhaupt zu erkennen – und warum Menschen anschließend Dinge sehen können, die gar nicht passiert sind.

Sebastian Bartoschek spricht zum zweiten Mal mit Eva-Maria Flick von EQUIconfide über Pferde. Diesmal geht es weniger um die Geschichte des Pferdes und mehr um die Psychologie rund um Krankheit, Behandlung und vermeintliche Heilung.

Wie merkt ein Pferdehalter überhaupt, dass seinem Tier etwas fehlt? Warum können Pferde nicht erbrechen? Was hat die Haltung mit Magenproblemen und Koliken zu tun? Und was passiert, wenn zum kranken Pferd nicht nur Tiermedizin, sondern menschliche Erwartungen, Ängste und Hoffnungen hinzukommen?

Damit landen Eva und Sebastian beim Placebo-Effekt und vor allem beim Placebo-by-Proxy: Das Pferd erwartet vielleicht gar keine Heilung – aber sein Mensch tut es. Verhalten wird plötzlich anders interpretiert, spontane Besserungen werden einer Behandlung zugeschrieben und durch klassische Konditionierung kann sich sogar beim Tier tatsächlich Verhalten verändern.

Von dort geht es weiter zu Homöopathie, Nahrungsergänzungsmitteln, vermeintlichen Therapiedecken, Tierkommunikation und der Frage, warum pseudomedizinische Angebote gerade dann attraktiv werden können, wenn ein Tier ernsthaft krank ist. Es geht um Kontrollverlust, Selbstwirksamkeit, selektive Wahrnehmung, den Wunsch nach besonderem Wissen – aber auch um etwas sehr Menschliches: die Angst um ein Tier, an dem das eigene Herz hängt.

Und schließlich um die Frage, ob Pseudomedizin manchmal auch deshalb so erfolgreich ist, weil ihre Anbieter etwas bieten, für das in Medizin und Tiermedizin häufig zu wenig Zeit bleibt: zuhören.

Die erste Pferdefolge:
https://bartocast.de/vom-kriegspferd-zum-pferdemaedchen-die-geschichte-der-pferde/

Eva-Maria Flick / EQUIconfide:
https://www.equiconfide.de/

What’s in the Box 3 – Donnerkeil und Demokratie

Ali bringt Sebastian einen Gegenstand mit, der aussieht wie das Ende eines versteinerten Blitzes. Genau dafür hielten Menschen solche Fossilien jahrhundertelang: Donnerkeile, Teufelsfinger, Geschosse der Götter. Tatsächlich liegt auf dem Tisch der versteinerte Rest eines Kopffüßers, der viele Millionen Jahre älter ist als jedes Mammut.

Das wäre für eine BartoCast-Folge bereits genug Material. Natürlich bleibt es nicht dabei.

Vom Donnerkeil geht es über Friedrich Merz, BlackRock und die Frage, was Spitzenmanager eigentlich den ganzen Tag machen, zur AfD und schließlich zu einer ziemlich grundsätzlichen Auseinandersetzung darüber, was Demokratie überhaupt schützen soll. Sebastian vergleicht sie mit einem Spiel, dessen Regeln akzeptiert werden müssen. Ali hält dagegen: Was passiert, wenn ein erheblicher Teil der Menschen ein anderes Spiel spielen will?

Es folgen Ostdeutschland, Gelsenkirchen, Nichtwähler, Familienwahlrecht, vorauseilender Gehorsam und die Frage, ob Demokratie eigentlich einen Wert an sich besitzt – oder nur deshalb, weil sie etwas anderes schützen soll. Zwischendurch werden Teile Deutschlands zu Renaturierungsgebieten erklärt.

Und irgendwann liegt da wieder dieser kleine Stein auf dem Tisch.

Vielleicht ist das der eigentliche Zusammenhang: Menschen finden Dinge, verstehen sie nicht und erzählen sich Geschichten darüber. Manchmal heißen sie Donnerkeile. Manchmal Politik.

Vom Kriegspferd zum Pferdemädchen: Die Geschichte der Pferde

Warum Pferde keine Maschinen sind, weshalb Reiten militärische Wurzeln hat und was ein berühmtes rechnendes Pferd über Wissenschaft verrät.

Sebastian Bartoschek hat wenig Pferdeerfahrung: Pferdesauerbraten, ein unangenehmer Pony-Ausritt und viele Klischees. Eva-Maria Flick von EQUIconfide hat dafür umso mehr zu erzählen. In dieser Folge geht es um Pferde, Pferdemythen und die Frage, warum ein Tier, das jahrtausendelang Transportmittel, Arbeitskraft und Kriegsgerät gewesen ist, heute im Alltag oft als Thema von Mädchen und Frauen gilt.

Eva erklärt, wie stark Reitsportarten wie Dressur, Springreiten, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren historisch mit dem Militär verbunden sind. Außerdem geht es um Domestikation und Zähmung, um Pferde in Amerika, Przewalski-Pferde, Mustangs, Hufe, Bodenarbeit, Gelassenheitstraining und die Frage, ob Pferde eigentlich klug sind.

Besonders spannend wird es beim klugen Hans: einem Pferd, das scheinbar rechnen konnte, tatsächlich aber feinste menschliche Signale las. Ein klassisches Beispiel für den Versuchsleitereffekt – und ein guter Hinweis darauf, dass Pferde vielleicht nicht so denken wie Menschen, aber keineswegs dumm sind.

Julina Hees über Deutschpop, Social Media und den Mut zur eigenen Musik

Julina Hees macht Deutschpop, schreibt eigene Songs und veröffentlicht unabhängig. Mit Sebastian spricht sie über erste Lieder am Klavier, kleine Konzerte, Producing, Social Media und den Druck, sichtbar zu bleiben. Es geht um Algorithmen, Hate im Netz, queere Sichtbarkeit und die Frage, wie man Musik macht, ohne sich selbst im Streben nach Reichweite zu verlieren.

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https://open.spotify.com/intl-de/artist/021wZXS9YdLIWPZ6ngyhzb

Und hier findet ihr es als Video.