What’s in the Box 3 – Donnerkeil und Demokratie

Ali bringt Sebastian einen Gegenstand mit, der aussieht wie das Ende eines versteinerten Blitzes. Genau dafür hielten Menschen solche Fossilien jahrhundertelang: Donnerkeile, Teufelsfinger, Geschosse der Götter. Tatsächlich liegt auf dem Tisch der versteinerte Rest eines Kopffüßers, der viele Millionen Jahre älter ist als jedes Mammut.

Das wäre für eine BartoCast-Folge bereits genug Material. Natürlich bleibt es nicht dabei.

Vom Donnerkeil geht es über Friedrich Merz, BlackRock und die Frage, was Spitzenmanager eigentlich den ganzen Tag machen, zur AfD und schließlich zu einer ziemlich grundsätzlichen Auseinandersetzung darüber, was Demokratie überhaupt schützen soll. Sebastian vergleicht sie mit einem Spiel, dessen Regeln akzeptiert werden müssen. Ali hält dagegen: Was passiert, wenn ein erheblicher Teil der Menschen ein anderes Spiel spielen will?

Es folgen Ostdeutschland, Gelsenkirchen, Nichtwähler, Familienwahlrecht, vorauseilender Gehorsam und die Frage, ob Demokratie eigentlich einen Wert an sich besitzt – oder nur deshalb, weil sie etwas anderes schützen soll. Zwischendurch werden Teile Deutschlands zu Renaturierungsgebieten erklärt.

Und irgendwann liegt da wieder dieser kleine Stein auf dem Tisch.

Vielleicht ist das der eigentliche Zusammenhang: Menschen finden Dinge, verstehen sie nicht und erzählen sich Geschichten darüber. Manchmal heißen sie Donnerkeile. Manchmal Politik.

Polens Kampf gegen PiS: Was Deutschland daraus lernen kann – mit Martin Adam

Polen war acht Jahre lang ein europäisches Labor des Rechtspopulismus. Martin Adam hat als ARD-Korrespondent in Warszawa miterlebt, wie die PiS-Partei Medien, Justiz und politische Kultur umbaute – und wie Donald Tusk mit einer breiten Anti-PiS-Koalition an die Macht zurückkehrte. In dieser Folge geht es um katholischen Nationalismus, Sozialpolitik, Propaganda, Smolensk, Grenzkontrollen, die Rolle der EU und den hohen Preis, den eine Demokratie zahlt, wenn Populisten erst einmal regieren. Eine Folge über Polen, aber auch über Deutschland.

Wählen verboten, Reden erlaubt – Lena (14) über ihre Sicht auf Politik

Generisches KI-Bild, wie sich die KI Lena vorstellt. (Foto: Sebastian Bartoschek/ Midjourney)

Die Bundestagswahl steht an – doch viele Stimmen bleiben ungehört. Ich spreche ich mit Lena (Name natürlich geändert), 14 Jahre alt, über ihre Wahrnehmung der Wahl, wie junge Menschen politische Informationen erhalten und welche Themen ihnen wirklich wichtig sind. Ist TikTok eine politische Informationsquelle? Wie ernst nehmen Jugendliche das Wählen? Und was halten sie von der aktuellen politischen Lage? Ein spannender Blick auf die Perspektive einer Generation, die (noch) nicht wählen darf.

🎙️ Themen:
🔹 Jugendwahl in Schulen – wie funktioniert das?
🔹 Woher bekommen Jugendliche ihre politischen Infos?
🔹 Alice Weidel & TikTok – warum erscheint sie dort so sympathisch?
🔹 Klimawandel, Krieg & Politikverdrossenheit – was bewegt junge Menschen?
🔹 Sollten 14-Jährige wählen dürfen?